Der SC Hauenstein hat das Südwestpfalz-Derby gegen den SV Hinterweidenthal verdient mit 3:0 gewonnen. Dagegen verpassten es die Gäste, früh in Führung zu gehen und dem Spiel damit eine andere Wendung zu geben.
Hauensteins Coach Philipp Weishaar veränderte seine Startformation nach dem 2:2 gegen den SV Winterbach lediglich auf einer Position. Skorski saß für Veith auf der Bank.
Beim SV Hinterweidenthal tauschte Spielertrainer Christian Singer im Vergleich zum letzten Auftritt doppelt. Zwick und Stilb begannen für Helfrich und Schneider. Zudem vertrat Schäfer weiterhin den verletzten Jung im Gehäuse der Gäste.
Der SV Hinterweidenthal versteckte sich nach Anpfiff keineswegs. Ein Distanzschuss von M. Seibel (5.) stellte Schäfer zunächst vor keine Probleme, gab jedoch die Richtung vor. Die erste dicke Möglichkeit gehörte indes den Gästen. Nach einem starken Zuspiel von D. Tretter tauchte Burkhard frei vor SCH-Keeper Gräfe auf, dessen Beinschuss der Schlussmann gerade noch entscheidend zur Ecke abfälschen konnte (6.). Der folgende Eckball sorgte erneut für Gefahr, als R. Tretter (11.) den Ball über das Gehäuse jagte.
Schmitt köpft Hauenstein in Führung
Hauenstein probierte es weiter über ihre schnellen Außen, ohne zunächst entscheidend in den Strafraum einzudringen. Schließlich wurden die Bemühungen belohnt. Ein Zuspiel erreichte den freistehenden Riggers, dessen Abschluss Schäfer mit einer starken Parade entschärfte. Auch wenig später war der SVH-Keeper gegen den durchgebrochenen M. Seibel per Reflex zur Stelle (18.). Im weiteren Spielverlauf erlangte Hauenstein immer mehr Oberwasser. Nachdem Schäfer einen Freistoß von Schehl noch zur Ecke geklärt hatte (27.), war er beim anschließenden Standard machtlos: Schmitt stieg am höchsten und köpfte zur 1:0-Führung ein (28.). Der Tabellenvorletzte schüttelte sich kurz, doch D. Tretter (36.) und Burkhard aus spitzem Winkel (38.) fanden ihren Meister in Gräfe. Danach passierte bis zum Pausenpfiff in beiden Strafräumen nicht mehr viel, ehe eine Halbchance durch Schweitzer den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte.
Nach dem Seitenwechsel tat Hinterweidenthal mehr nach vorne. Als Hauensteins Schmähling wegen Meckerns eine Zeitstrafe kassierte (59.), keimte beim SVH kurzzeitig Hoffnung auf. Die Gäste konnten die numerische Überlegenheit jedoch nicht in Zählbares ummünzen und schwächten sich in der 73. Minute selbst, als auch Burkhard wegen Protestierens für zehn Minuten vom Feld geschickt wurde.
Comeback von Hecker
Im Gegensatz zu den Gästen wusste Hauenstein den einen Mann mehr zu nutzen. Eine feine Kombination über Kästner und Scherer landete bei M. Seibel, der den Ball ins linke Toreck (77.) zirkelte. Vier Minuten später verpasste der eingewechselte Mat. Seibel das 3:0, als Schäfer einen Ball nicht festhalten konnte. In der 86. Minute feierte zudem Hecker sein Comeback für den SCH. Für den Offensivspieler war es der erste Einsatz seit seinem im März 2025 erlittenen Kreuzbandriss.
Die endgültige Entscheidung fiel in der Nachspielzeit. Nach einem Laufduell im Strafraum kam Schehl zu Fall, Schiedsrichter Franjo Bajan zeigte sofort auf den Punkt. Schmähling (91.) behielt die Nerven und verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 3:0-Endstand. Da SVH-Kapitän K. Schenk im Zuge der Proteste noch die Gelb-Rote Karte sah, endete die Partie für die Gäste doppelt bitter.
Mit dem 3:0-Sieg wahrt Hauenstein die Chance auf den Relegationsplatz. Dafür muss der Tabellendritte allerdings sein letztes Saisonspiel beim TSC Zweibrücken (24.05.; 15 Uhr) gewinnen. Ausgerechnet der SV Hinterweidenthal könnte dabei zum Zünglein an der Waage werden, denn im letzten Heimspiel empfängt der SVH die SG Meisenheim/Desloch/Lauschied. Der Abstieg der Hinterweidenthaler dürfte dennoch kaum noch zu vermeiden sein.
















