Aufholjagd kommt zu spät: Hackenheim entführt drei Punkte aus Hauenstein

Der TuS Hackenheim hat sich im Derby beim SC Hauenstein mit 3:2 durchgesetzt. Die Gäste legten mit zwei frühen Treffern den Grundstein für den Sieg. Die Hausherren fanden erst spät ins Spiel und kamen am Ende in einer wilden Schlussphase nur noch zum Anschluss.

Beim SC Hauenstein vertrat erneut Kustes den weiterhin verletzten Gräfe. Ansonsten nahm Coach Philipp Weishaar im Vergleich zum 3:3 gegen TuS Steinbach drei Änderungen vor: T, Keiser, J. Keiser und Riggers rückten für Kettenring, Veith und Rose in die Startelf.

Im TuS-Tor feierte derweil Behrend seine Premiere. Nach dem starken 7:0 gegen den TuS Bedesbach-Patersbach änderte Spielertrainer Tim Hulsey seine Elf nur auf einer weiteren Position: Stellpflug spielte für den fehlenden Schywalski.

Hackenheim schlägt eiskalt zu
Der SCH legte direkt den Vorwärtsgang ein und erzeugte vor allem über die neu formierte linke Seite um die Keiser-Zwillinge viel Druck. Das Tor fiel aber überraschend auf der anderen Seite: Nach einem langen Einwurf stand Stellpflug stand Stellpflug goldrichtig und verwertete die Kopfballweitergabe (5.). Vom frühen Gegentreffer sichtlich beeindruckt, fand Hauenstein zunächst nicht mehr ins Spiel, die Angriffsbemühungen wirkten gehemmt.

Der frühe Rückstand verunsicherte die Hausherren zunächst. Hauenstein tat sich schwer, wieder ins Spiel zu finden, während die Hackenheimer Defensive sicher stand. Die nächste Großchance gehörte deshalb erneut den Gästen: Eine Kopfballverlängerung erreichte den relativ allein gelassenen Merkel, der in der zehnten Minute an Kustes scheiterte. Drei Minuten später verpasste Merkel eine Hereingabe nur knapp.

Merkel legt vom Punkt nach
In der 20. Minute entschied Schiedsrichter Mickael Walker nach einem Einsatz von Seibel gegen Steyer auf Strafstoß. Merkel ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte sicher zum 2:0 (22.).

Erst danach kam Hauenstein besser ins Spiel, ohne aber durch die stabile Hackenheimer Defensive zu kommen. Für Gefahr sorgten vor allem Standards. Am Ende brauchte es die Mithilfe der Gäste: Erst kassierte Hulsey (36.) eine Zeitstrafe, dann fälschte Gäns (39.) eine Ecke unglücklich ins eigene Tor ab. Der Anschluss sorgte noch einmal für eine kleine SCH-Drangphase, Schehl (42.) setzte einen Freistoß knapp daneben.

Merk sorgt für die kalte Dusche nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, Riggers (48.) verzeichnete den ersten Hauensteiner Torabschlussversuch. Doch wie schon in Hälfte eins fiel der Treffer auf der Gegenseite: Chagonda trat Steyer im Zweikampf auf den Fuß, den folgenden Freistoß von TuS-Kapitän Dasli köpfte Merk (54.) zum 0:3 ein. Erst jetzt schien Hauenstein wirklich im Spiel angekommen. Man ging bissiger in die Zweikämpfe, die Partie wurde hitziger – vor allem die Einwechslung der schnellen Veith und Weinriefer (56.) brachte neuen Elan. Doch die meisten Aktionen in Strafraumnähe blieben zu ungenau, ein Kopfball von Stanjek (70.) stellte den insgesamt gut agierenden Behrend vor keine Probleme.

Wilde Schlussphase, Hackenheim rettet sich
Hackenheim stand in der Defensive weiter stabil, verpasste durch zu ungenaue Konter über den eingewechselten Shavartsburg (79., 84.) aber die endgültige Vorentscheidung. Das sollte sich kurz vor Schluss noch rächen. Seibel (86.) hatte zunächst artistisch die Möglichkeit zum Anschluss und läutete damit als spielender Co-Trainer die Schlussoffensive der Hauensteiner ein. Nur zwei Minuten später scheiterte der Routinier zwar erst an Behrend, schob den Abpraller aber gedankenschnell zum 2:3-Anschluss ein (88.).

In der sechsminütigen Nachspielzeit entwickelte sich ein echtes Powerplay der Hausherren, die nach einer Gelb-Roten Karte für Steyer (91.) zudem in Überzahl agierten. In der 96. Minute forderte der Hauensteiner Anhang nach einem vermeintlichen Foul an Kettenring noch vergeblich Elfmeter, ehe Schiedsrichter Walker kurz darauf abpfiff.

Für Hauenstein steht am kommenden Sonntag (15:00 Uhr) das Spiel beim letztjährigen Angstgegner SG Meisenheim/Desloch/Lauschied an. TuS Hackenheim empfängt zeitgleich die TSG Trippstadt.

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