Weil der SC Hauenstein in der Schlussphase die Vorentscheidung verpasste, blieb der 1:0-Sieg gegen den SV Rodenbach bis zum Ende umkämpft. Am Ende brachte die Heimelf den knappen Erfolg über die Zeit, während der SV Rodenbach vor allem die ersten 20 Minuten verschlafen hatte.
Gegenüber dem Last-Minute-Remis bei der SG Meisenheim wechselte Coach Philipp Weishaar auf drei Positionen. Rose, Kettenring und Schmitt standen für J. Keiser, Chagonda und Wegmann in der Startelf.
Nach dem Pokalspiel am Mittwoch gegen TuS Mechtersheim blieb den Gästen nur eine kurze Verschnaufpause. SVR-Trainer Marco Heieck nahm insgesamt vier Änderungen vor: Hauser, Bekteshi, Röder und Schehl rückten für Howard, Jubileum, Stollings und Schwind in die erste Elf.
Hauenstein kommt besser ins Spiel
Hauenstein erwischte den deutlich besseren Start. Einen schönen Chip von Schmähling über die Rodenbacher Abwehr nahm Kettenring (2.) kunstvoll in der Luft an, stand dabei allerdings deutlich im Abseits. Die Richtung war dennoch vorgegeben: Es ging zunächst fast ausschließlich auf das von Marx gehütete SVR-Tor. Ein Schuss von Kettenring (5.) von der Strafraumgrenze stellte den Schlussmann allerdings noch vor keine Probleme. Nur kurze Zeit später stand Marx erneut im Fokus, als er nach einem Rückpass unter Druck geriet und Glück hatte, dass Stanjek (6.) einen Schritt zu spät kam.
Erst nach rund 15 Minuten befreiten sich die Gäste aus der Umklammerung und tasteten sich in Richtung Hauensteiner Tor vor. SVR-Coach Heieck musste früh wechseln und brachte Jubileum für Hotopp (16.). Mit einem schönen Schlenzer von der Strafraumgrenze verzeichnete Veith (25.) die bis dahin beste SCH-Chance. Nur zwei Minuten später lag der Ball dann tatsächlich im Netz. Ein scharf getretener Eckball von Schehl (27.) segelte in den Strafraum und schlug, womöglich leicht abgefälscht, im linken Toreck ein.
Keiser vergibt das 2:0
Kaum zwei Minuten nach dem Führungstreffer hatte Keiser (29.) nach schönem Zuspiel von Kettenring frei vor Marx das 2:0 auf dem Fuß. Der Keeper parierte im 1:1-Duell mit dem Fuß. Im Nachsetzen war Keiser zwar schneller, sein zweiter Abschluss landete jedoch am Pfosten. Nur zwei Minuten später war für Keiser (31.) die Partie wegen einer Verletzung beendet. Chagonda kam für ihn ins Spiel.
SVR jubelt zu früh
In der 35. Minuten jubelten dann die Gäste, allerdings zu früh. In einer unübersichtlichen Situation wurde Gräfe im Luftduell behindert. Weilemann beförderte das Leder wieder in die Gefahrenzone, von wo aus der Ball unter der Latte einschlug. Schiedsrichterin Leonie Dimitrov hatte die Situation allerdings bereits abgepfiffen und auf Foul entschieden. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte die nächste Möglichkeit für Rodenbach. Gräfe konnte einen Schuss von Jubileum nicht festhalten, war beim Nachfassen aber schneller als der heraneilende Schehl.
Rodenbach wird stärker
Nach der Pause sah sich Hauenstein stärker in der Defensive gefordert. Trotz optischer Überlegenheit mangelte es den Gästen jedoch an klaren Tormöglichkeiten. Das Spiel wurde zunehmend nicklicher, zudem haderten die Rodenbacher mit der einen oder anderen Entscheidung von Schiedsrichterin Dimitrov. Für Gefahr sorgten in erster Linie die Standards wie durch Rheinheimer (66.).
Wenig später hatte der bereits verwarnte Chagonda Glück, dass es Dimitrov bei einer mündlichen Verwarnung beließ. Wie schon bei seiner Gelben Karte zuvor konnte der Südafrikaner seinen Gegenspieler nur durch Halten stoppen. Kurz darauf nahm Weishaar den jungen Offensivspieler (74.) vom Feld.
Hauenstein verpasst die Vorentscheidung
Während die Offensivbemühungen der Gäste zunehmend weniger zielstrebig wurden, verpasste Hauenstein die Möglichkeit, alles klarzumachen. Zunächst scheiterte Stanjek (81.) nach starkem Zuspiel von Thomas aus kurzer Distanz an Marx. Nur eine Minute später brachte der völlig allein gelassene Thomas (82.) keinen Druck hinter seinen Kopfball.
Nun war der SCH am Zug, doch das Auslassen weiterer Halbchancen hätte sich beinahe noch gerächt. Auf der Gegenseite stand Stollings (90.) vor seinem Zuspiel auf Schehl allerdings rund einen halben Meter im Abseits. In der Nachspielzeit kassierte Howard wegen zu heftigen Reklamierens noch die Rote Karte.
Auf Hauenstein wartet bereits am kommenden Freitag (19 Uhr) das Spiel gegen Spitzenreiter SV Hermersberg. Der SV Rodenbach empfängt zeitgleich die schwächelnde TSG Trippstadt.

