Ausgleich in der Nachspielzeit

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Der eingewechselte Marius Schäfer traf in der Nachspielzeit zum Ausgleich // Foto: Patrick Holzer

Mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit sicherte sich der SV Hinterweidenthal gegen den TSC Zweibrücken einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.

Der SV Hinterweidenthal musste im ersten Spiel nach der Winterpause auf Toptorjäger Burkhard und Schröder verzichten. Im Gegensatz zum 4:1 Erfolg gegen den SV Hermersberg nahm Keller auf der Bank Platz. Dafür standen Hirschinger, Mayer und Schiefer in der Startelf.

Zweibrückens Trainer Özal Acer nahm nach dem 4:1 Erfolg gegen den FC Schmittweiler-Callbach drei Änderungen vor. Steinhauer, Beljulji und Schadrin saßen auf der Bank. Gampfer, Rebmann und Büchel spielten von Beginn an.

Nico Büchel musste bereits nach 23 Minuten verletzungsbedingt vom Feld // Foto: Patrick Holzer

TSC muss früh wechseln

Der Tabellendritte zeigte von der ersten Minute an, dass er gewillt war, die drei Punkte mitzunehmen. Nach einer Flanke von Büchel (2.) vereitelte SVH Keeper Jung die erste Großchance. Zweibrücken blieb weiterhin die spielbestimmende Mannschaft und sorgte vor allem durch den agilen Büchel über die rechte Seite für Gefahr. In der neunten Minute probierte es Rebmann aus der Distanz. Der Ball segelte über das Tor. Mit zunehmender Spieldauer stellte sich der SV Hinterweidenthal besser auf die Angriffsbemühungen ein, so dass in erster Linie die Standardsituationen für Gefahr sorgten. Bitter für die Gäste als Büchel nach 23 Minuten verletzungsbedingt raus musste.

Jonas Jung zeigte sich als starker Rückhalt // Foto: Patrick Holzer

Nach 35 Minuten wurde TSC Schlussmann Schmidt zum ersten Mal geprüft. Kurz darauf segelte ein Freistoß von Schmitt (36.) nur knapp am Hinterweidenthaler Tor vorbei, eine Minute später wurde Henderson von Schenk und Jung für einen Abschluss zu weit nach außen abgedrängt. Hitzig wurde es kurz vor der Pause als Schiedsrichter Simon Wölflinger gegen SVH-Spieler Tretter (45.+1.) eine zehn Minuten Strafe aussprach. Nach Meinung des Unparteiischen hatte Tretter zu heftig auf den am Boden sitzenden Rebmann eingeredet. Die Folge war ein indirekter Freistoß, den Keeper Jung entschärfen konnte. Somit ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

Zweibrücken beginnt wieder druckvoll

Auch nach der Pause blieb der TSC am Drücker. Das zahlte sich fast aus, doch Jung war nach einem Schuss von Kauf (51.) zur Stelle. Eine Minute später hatte Arzt eine gute Schussbahn, doch der Ball wurde noch ins Toraus abgefälscht. Beim folgenden Eckball wurde es wieder gefährlich. Diesmal ging der Kopfball über das Tor. Nach einem weiteren Schussversuch im 16er war wiederum Jung mit einer Glanzparade zur Stelle (55.). Nach dieser Druckphase der Gäste wurde die Partie wieder etwas ausgeglichener. Echte Torchancen blieb indes Mangelware. Den größten Aufreger gab es in der 72. Minuten, als der aus seinem Tor herausfliegende Schmidt nach einem langen Ball mit SVH Kapitän Schenk zusammenprallte. Schiedsrichter Wölflinger entschied auf Stürmerfoul, während Schenk länger behandelt werden musste.

Der Zusammenprall zwischen Kim Schenk und Lucas Schmidt sorgte für eine längere Behandlungspause // Foto: Patrick Holzer

Späte Tore in der Partie

In der 76. Minute die nächste heikle Situation, diesmal auf der Gegenseite als Steinhauer nach einem Zweikampf mit Torwart Jung in Spielfeldbegrenzung flog. TSC Trainer Acer protestierte. Nach Meinung des Unparteiischen zu vehement, was dem Coach die Gelbe Karte einbrachte. Sechs Minuten später gab es nach einem Freistoß die beste Möglichkeit für das Heimteam, als Schmidt erst im Nachfassen den Ball sicher hatte. Es roch nach Unentschieden, als der starke Rebmann nach einem Zuspiel von Henderson (85.) die Gäste erlöste. Nach dem Rückstand schalteten die SVH Akteure auf Offensive um und die TSC Abwehr war nun mehr gefordert. Es lief schon die Nachspielzeit als Arzt die große Chance auf das 2:0 hatte (91.). Knapp ging der Ball am linken Pfosten vorbei. Ein weiter Abschlag von Jung sorgte zwei Minuten später für den überraschenden Ausgleich. Der Ball rutschte über die Abwehr zum eingewechselten Schäfer durch, der den Ball über Keeper Schmidt ins Tor unterbrachte. Kurz darauf war Schluss.

Jan Rebmann erzielte das verdiente 1:0 für die Gäste // Foto: Patrick Holzer

Der SV Hinterweidenthal kann mit dem Unentschieden gut leben, während der Punkt für den TSC Zweibrücken im Grunde zu wenig ist, will man noch um den Aufstieg mitreden. Auf Hinterweidenthal wartet am Sonntag (16.03., 15.00 Uhr) die nächste Heimaufgabe gegen den FC Schmittweiler-Callbach, während der TSC Zweibrücken zuhause (16.03., 15.15 Uhr) gegen den TuS Hackenheim antritt.

Stimmen zum Spiel

Kim Schenk (SV Hinterweidenthal): Das war ein Spiel mit 90 Prozent Ballbesitz für Zweibrücken. Heute ging es um nichts anderes als das Tor zu verteidigen und auf Konter zu setzen. Das haben wir gut erfüllt. Wir haben wir bis zur 85. Minute gut verteidigt und bekommen durch eine starke Einzelaktion das 1:0. Danach haben wir nicht aufgesteckt und durch einen Abwehrfehler nach einem langen Ball über die Abwehr das glückliche 1:1 gemacht. Im Prinzip unverdient, aber auch wieder verdient, da wir uns im ganzen Spiel mit allem, was wir hatten, gewehrt haben.

Özal Acer (TSC Zweibrücken): Es fühlt sich heute wie eine Niederlage an. Wir waren die klar bessere Mannschaft mit gefühlt 90 Prozent Ballbesitz. Der Gegner stand nur hinten drin und versuchte es mit langen Bällen, hatte eigentlich keine richtige Torchance im Spiel. Bei der letzten Aktion waren wir nicht bei der Sache, lassen den Ball in den 16er kommen. Das ist irgendwie ein Fluch über die komplette Saison. Wir sind die klar bessere Mannschaft und bringen uns am Ende um die Lorbeeren.