In einem umkämpften Derby trennten sich der SC Hauenstein und der FK Pirmasens II mit 1:1. Während die Gäste mit dem Unentschieden gut leben können, ist der Punkt für die Hausherren fast zu wenig.
Hauensteins Trainer Philipp Weishaar nahm nach dem überraschenden Punktgewinn bei der Alemannia Waldalgesheim zwei Änderungen vor. Der von seiner Handverletzung wiedergenese Gräfe kehrte für Becker ins Tor zurück. Ebenfalls wieder dabei M. Seibel, der für Port von Beginn an spielte.
Christopher Ludy veränderte sein Team auf drei Positionen. Jeckel stand für Kupper im Tor. Dazu kamen die Oberliga-Akteure Basenach und Gutmann für Dogan und Zimmermann.
Eigentor bringt den FKP 2 in Rückstand
Die Partie startete ohne großes Abtasten. Nach sechs Minuten hatte Hecker nach einem Standard per Kopf die erste Möglichkeit. Auf der Gegenseite tauchte Scherpf (9.) alleine vor Gräfe auf, wobei der Keeper den entscheidenden Schritt früher am Ball war. Die Gäste waren das spielbestimmende Team ohne echte Torgefahr auszustrahlen. Gefährlich wurde es für die Zweitvertretung des FKP ausgerechnet vor dem eigenen Tor. Nach einem Freistoß beförderte Ayers per Kopf den Ball ins Tor. Nach dem Führungstreffer wurde Hauenstein stärker. Allerdings zeigte sich auch wieder die altbekannte Schwäche, sobald man in Tornähe kam. In der 17. Minute eroberte Kästner in der eigenen Hälfte den Ball, ließ Sesay aussteigen, wurde aber an der 16er Grenze von FKP Kapitän Volberg entscheidend gestört. Der Ball versprang.

Fünf Minuten später bot sich die Gelegenheiten für den FKP zum Ausgleich. Jensen versuchte es nach einem langen Ball per Kopf, doch Gräfe war schneller zur Stelle. Nach 26 Spielminuten musste Hauenstein zum ersten Mal wechseln. Für den am Knie verletzten Hecker kam Busch ins Spiel. Danach tat sich längere Zeit vor den Toren nichts. Einzig in der 30. Minute hatte Hauenstein Glück, dass Gutmann einen verlängerten Eckball nicht verwerten konnte. Besser machte es der 20jährige in der 34. Minute, als er nach einer abgefälschten Flanke von Scherpf schnell schaltete und zum 1:1 Ausgleich einnetzte. Bis auf den Kopfballversuch von C. Seibel (42.) blieben echte Chancen bis zum Halbzeitpiff Mangelware.

Umkämpfte zweite Halbzeit
Die erste Möglichkeit nach Wiederanpfiff bot sich Roth (46.), der aber an FKP Schlussmann Jeckle hängen blieb. In der 61. Minute reklamierte die Hauensteiner Seite erfolglos auf Handspiel von Dahler, der den Ball wohl mit der linken Hand leicht berührte. Den 310 Zuschauern bot sich nun ein offenes Spiel, das auch an Intensität zunahm. Auf der Gegenseite knallte Ayers davor (55.) einen Freistoß an den Pfosten, danach hatte Basenach (65.) nach einer Flanke von links eine Möglichkeit, doch der Ball versprang dem Verteidiger.

Kurz darauf forderte auch die Pirmasenser Seite Elfmeter, nachdem Basenach (68.) nach einem Zweikampf mit Busch zu Fall gekommen war. Die beste Gelegenheit im Spiel bot sich dem kurz davor eingewechselten Keiser (73.). Doch FKP Torwart Jeckle war auf der Hut und schnappte dem alleine auf ihn zulaufenden Keiser den Ball vom Fuß. Nach einem Rückpass (77.) musste Gräfe vor dem heransprintenden Gutmann mit dem Fuß klären. Das war die letzte nennenswerte Aktion in der Partie. Wirklich gefährlich wurde es danach auf beiden Seiten nicht mehr.

Auf den FK Pirmasens II wartet am Sonntag (13.00 Uhr) die schwere Heimaufgabe gegen die Alemannia Waldalgesheim. Für den SC Hauenstein geht es bereits am Samstag zu einem weiteren Konkurrenten im Abstiegskampf. Der SCH gastiert beim VfR Baumholder (16.00 Uhr).
Trainerstimmen zum Spiel
Christopher Ludy (FK Pirmasens II): Wir hätten lieber drei Punkte geholt, da wir immer noch mitten im Abstiegskampf sind. Auch wenn wir jetzt sechs Punkte mehr als Hauenstein haben. Trotzdem wird es bis zum Ende eng bleiben. So hätten uns die zwei Zähler mehr gutgetan. Vom Spielverlauf her müssen wir mit dem Punkt leben. Auf dem schwer bespielbaren Platz hat es jetzt keine Mannschaft so richtig verdient zu gewinnen.
Philipp Weishaar (SC Hauenstein): Wir wollten unbedingt die drei Punkte. Aus unserer Sicht war das ganz klar zu wenig. Daher sind wie diesbezüglich enttäuscht, auch wenn es wohl ein gerechtes Unentschieden war. Wir brauchen einfach zu viel Aufwand, um dann ein Tor zu machen. Wir müssen noch härter daran arbeiten, dass wir vor dem Tor effizienter werden. Die Leistung hat auf jeden Fall gepasst.