Verbandspokal: Steinwenden bezwingt Hauenstein im Elfmeterschießen

Der SC Hauenstein und der SV Steinwenden konnten auch nach 120 Minuten keinen Sieger ermitteln. Im Elfmeterschießen setzte sich der Verbandsligist mit 4:2 durch, nachdem die Hauensteiner drei ihrer Versuche nicht im Tor unterbringen konnten. Damit zieht Steinwenden in die vierte Runde des Verbandspokals ein.

Für das Pokalmatch rotierte SCH-Trainer Philipp Weishaar gegenüber der 0:2-Niederlage beim Aufsteiger SG Weinsheim durch. Im Tor kam Kustes zu seinem Debüt, außerdem standen T. Keiser, Matthias Seibel, J. Keiser und Chagonda für Wegmann, Skorski, Kettenring und Schmitt in der Startelf.

Auch beim SV Steinwenden nahm Coach Benjamin Hasenfratz gegenüber dem 2:1-Erfolg gegen den SV Büchelberg einige Änderungen vor. Herbert, Imeraj, Schmitt und Öztürk spielten für Dahler, Artemov, Stiebitz und Trapp.

Hauenstein verteidigt kompakt

Gegen den klassenhöheren Gegner wählte Weishaar eine defensivere Ausrichtung, während die schnellen Offensivkräfte auf Konter lauerten. Das Konzept sollte zum großen Teil aufgehen. Womöglich wäre die Partie anders gelaufen, wäre SV-Spieler Hamann nicht gleich in der ersten Minute ausgerutscht, als er freie Bahn in Richtung SCH-Tor hatte.

So bissen sich die Gäste an der stabilen Hauensteiner Defensive zunächst die Zähne aus. Einzig der Torschussversuch von Öztürk (17.), bei dem dieser noch von Maximilian Seibel gestört wurde, konnte als nennenswerte Aktion verbucht werden. Ansonsten blieb SCH-Keeper Kustes bei seiner Premiere weitestgehend beschäftigungslos.

Die etwas besseren Möglichkeiten verzeichneten die Gastgeber. SVS-Torwart Layes parierte einen Kopfball von Rose (34.) sowie einen Schuss von Kästner (44.) allerdings problemlos.

Steinwenden gleicht aus

Auch nach der Pause blieb der SV Steinwenden das dominantere Team. Ein Abschlussversuch von Schehl (49.) aus guter Position segelte jedoch weit über das Hauensteiner Tor. Nur vier Minuten später machte es Matthias Seibel auf der Gegenseite besser. Nach einem mustergültigen Zuspiel von Chagonda setzte sich der Youngster in der Mitte durch und erzielte sein erstes Pflichtspieltor.

Das Momentum lag nach der Führung zunächst eindeutig bei den Hausherren. Seibel feuerte in der 55. Minute den nächsten Schuss auf das Gäste-Tor ab. Erst nach und nach riss Steinwenden das Spiel wieder mehr an sich.

Bei einem Angriff räumte Maximilian Seibel Fadel ab. Der Ball kam zu Schehl, dessen abgefälschter Schuss unhaltbar im Hauensteiner Tor einschlug. Kurz darauf musste der erst zur Halbzeit eingewechselte Stiebitz (69.) nach einem Zweikampf verletzt ausgewechselt werden. Der fällige Freistoß von Hamann aus zentraler Position strich knapp am Tor vorbei.

Einer der Hauensteiner Gegenangriffe wurde prompt gefährlich, als sich Veith (75.) auf der Außenbahn durchsetzte, aber noch rechtzeitig von Hamann gestoppt wurde. Auch ein auf das Tor gezogener Eckball von Schehl (79.) sorgte für Gefahr.

Die dickste Chance für die Gäste hatte Höft (82.), dessen Schuss aus der Drehung Kustes stark entschärfte. Zwei Minuten später verpasste der Stürmer eine Flanke frei vor dem Tor nur knapp mit dem Kopf. Gegen Ende der zweiten Hälfte setzte sich der SVS immer mehr in der gegnerischen Hälfte fest. In der 91. Minute verzog Schehl bei freier Schussbahn links neben das Tor, kurz darauf blockte Skorski den Schussversuch von Heinz (90.+4).

Entscheidung fällt vom Punkt

Danach ging es in die Verlängerung. Die Partie wurde nun deutlich ruppiger, Fouls und Nicklichkeiten nahmen zu. Darunter litt auch das Spiel. SVS-Goalie Layes klärte einen Schuss von Scherer (98.) zur Ecke.

Kurz vor der Pause schwächte sich Steinwenden durch eine unnötige Aktion selbst. Der ansonsten eher großzügig agierende Schiedsrichter Stephan Rüdiger schickte Schmitt wegen Ballwegschlagens mit einer Zeitstrafe vom Feld. Prompt hätten die Hausherren in der zweiten Hälfte der Verlängerung die Überzahl zur erneuten Führung nutzen können. Riggers (106.) konnte seine Chance jedoch nicht verwerten.

Ausgerechnet im Elfmeterschießen versagten den Hauensteinern die Nerven. Zunächst schoss C. Seibel knapp über das Tor, anschließend parierte Layes den Versuch von Riggers. Auch Scherer scheiterte am Pfosten. Erst Skorski verwandelte vom Elfmeterpunkt.

Zwischenzeitlich keimte noch einmal Hoffnung auf, als Schehl als zweiter SVS-Schütze verschoss. Hamann hatte zuvor für Steinwenden getroffen. Peterson traf anschließend ebenfalls, obwohl Kustes noch mit den Fingerspitzen am Ball war. Trapp verwandelte schließlich zum 4:2-Endstand im Elfmeterschießen.

Trotz des Pokalaus konnte der SC Hauenstein für das bevorstehende Auswärtsspiel beim SC Rieschweiler am Samstag (15.30 Uhr) Selbstvertrauen sammeln. Auf den SV Steinwenden wartet am Sonntag (15.30 Uhr) zuhause die zweite Mannschaft des FK Pirmasens.

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